29.09.2011 - Kreis
Keine Beteiligung der Gemeinde Schauenburg am Versorgungswerk
Die Gemeindevertreter der Gemeinde Schauenburg haben sich am Mittwoch, den 28. September mehrheitlich gegen ein Versorgungswerk mit der E.ON Mitte entschieden. Aber auch eine Konzession mit der Energie Waldeck Frankenberg GmbH (EWF) fand keine Zustimmung.
Damit ist nun zwar der Weg frei für ein eigenes Ausschreibungsverfahren durch die Gemeinde Schauenburg, aber dies ist nur Erfolg versprechend, wenn es einen gemeinsamen Weg aller Fraktionen gibt.
Auch hier, wie auch bereits bei den Erklärungen der Fraktionen, sollte großer Wert auf Risikominimierung gelegt werden. Allerdings ist nun die Möglichkeit gegeben, bei einer Ausschreibung für einen reinen Konzessionspartner weitere Optionen festzulegen, die z. B. Möglichkeiten zur Beteiligung an Vertrieb und Erzeugung beinhalten. Dass dies durchaus eine sinnvolle Option sein kann, beweist zurzeit die Nachbargemeinde Habichtswald, die ebenfalls die Ausschreibung abgelehnt hatte und nun im ersten Schritt über den Bundesanzeiger das Interessenbekundungsverfahren eingeleitet hat. Allerdings war man sich in Habichtswald einig, nur eine reine Konzessionierung mit weiteren Optionen auszuschreiben.
Wir halten eine Ausschreibung mit Optionen zur Beteiligung für einen gangbaren und vor allem finanzierbaren Weg um die Gemeinde Schauenburg zukunftssicher an dem Betrieb des Stromnetzes anzubinden. Weiterhin hoffen wir auf eine gemeinsame konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen bei dieser Entscheidung. Dies auch, weil die nun getroffene Entscheidung eine reine Gewissensentscheidung und nicht wie behauptet, eine politische Entscheidung gewesen wäre.
Abschließend sei bemerkt, dass nun der bestehende Konzessionsvertrag für mindestens ein Jahr zu den bestehenden Vereinbarungen weiterläuft. Erst danach muss der Versorger die Durchleitungsgebühren nicht mehr akzeptieren und der Erlös für die Gemeinde könnte geringer ausfallen.
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Schlagworte: Gemeindeentwicklung, Stromkonzession